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Dienstgeberabgabe


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Dienstgeberabgabe bei mehreren geringfügig Beschäftigten vor Vollendung des 60. Lebensjahres

Werden für einen Dienstgeber mehrere geringfügig Beschäftigte (Versicherte in den Beitragsgruppen N14, N24, L14, M24) tätig, so ist die Summe der monatlichen allgemeinen Beitragsgrundlagen (ohne Sonderzahlungen) dieser Dienstnehmer und freien Dienstnehmer im Kalendermonat zu ermitteln.
Übersteigt diese Summe das Eineinhalbfache der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze, hat der Dienstgeber - zusätzlich zum Unfallversicherungsbeitrag in der Höhe von 1,3% (bis 30.6.2014 1,4%) - eine pauschalierte Abgabe in der Höhe von 16,4 % zu entrichten.

Diese Dienstgeberabgabe ist einheitlich mit 17,7 % der Beitragsgrundlage festgelegt.

Beitragsgrundlage für die Dienstgeberabgabe ist die Lohnsumme aller geringfügigen Entgelte (einschließlich Sonderzahlungen). Fondsbeiträge und Umlagen fallen nicht an.

Die Dienstgeberabgabe ist (zusammen mit dem Unfallversicherungsbeitrag) jeweils für ein Kalenderjahr im Nachhinein zu entrichten.
Für die Verrechnung der Dienstgeberabgabe ist die Verrechnungsgruppe N72 (17,7%) zu verwenden. Diese Verrechnungsgruppe beinhaltet auch den Unfallversicherungsbeitrag.

Betriebe nach dem Lohnsummenverfahren können die Dienstgeberabgabe auch mittels monatlicher Beitragsnachweisung abrechnen. Beachten Sie dabei die Fälligkeit der Beiträge bis zum Ende des jeweiligen Kalendermonates (Zahlung bis spätestens 15. des Folgemonates)

Die Gebietskrankenkassen heben diese Abgabe im übertragenen Wirkungsbereich für den Bund ein. Sie ist zweckgewidmet und dient der Finanzierung der Pensionsversicherung (zu 76,5%) und der Krankenversicherung (zu 23,5%) der geringfügig Beschäftigten.

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Dienstgeberabgabe bei mehreren geringfügig Beschäftigten ab Vollendung des 60. Lebensjahres

Zur Ermittlung, ob die Dienstgeberabgabe zu entrichten ist, ist auch die Summe der monatlichen allgemeinen Beitragsgrundlagen der in den Beitragsgruppen N14u, N24u, L14u und M24u gemeldeten Versicherten heranzuziehen. Versicherte in den Beitragsgruppen N14u, N24u, L14u und M24u sind - wenn die Dienstgeberabgabe zu entrichten ist - in der Verrechnungsgruppe N74 (16,4 %) abzurechnen.

Treffen die Voraussetzungen für die Dienstgeberabgabe nicht zu,
sind für die Abrechnung der Beiträge für geringfügig beschäftigte
Personen in den Beitragsgruppen N14u, N24u, L14u und M24u die Summen der allgemeinen Beitragsgrundlagen und Sonderzahlungsgrundlagen der jeweiligen Beitragsgruppe anzuführen. Als Prozentsatz setzen sie in diesem Falle 0,0 % und als Beitrag € 0,00 ein.

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Für Rückverrechnungen bzw. Nachzahlungen ist die Verrechnungsgruppe N64 (16,4%) zu verwenden.

Sofern die Dienstgeberabgabe anfällt, ist diese Verrechnungsgruppe auch von Neugründern anzuwenden, die aufgrund des vorgelegten Formulars (NeuFö1) von der Entrichtung des UV-Beitrages befreit sind.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015