DRUCKEN

Hausbesorger


Im Rahmen der Wohnrechtsnovelle 2000 wurde das Hausbesorgergesetz geändert. Es gilt nur mehr für jene Hausbesorger-Dienstverhältnisse, die vor dem 1. Juli 2000 abgeschlossen wurden (bzw. für jene befristeten Dienstverhältnisse, die nach diesem Datum verlängert wurden).

Auf die nach dem 30. Juni 2000 abgeschlossenen Dienstverträge, die die Verrichtungen von Hausbesorgertätigkeiten zum Inhalt haben, sind die allgemeinen arbeitsrechtlichen Vorschriften im Rahmen ihres jeweiligen persönlichen und sachlichen Anwendungsbereiches maßgeblich. Im Regelfall wird es sich dabei um Arbeitsverträge gemäß § 1151 ABGB handeln.

Für die Entgelthöhe sind die regionalen Mindestlohntarife für Hausbesorger zu beachten. Für die Sachbezüge (z.B. Dienstwohnung) sind die allgemeinen steuerrechtlichen Bewertungen heranzuziehen. Wird ein Dienstverhältnis nach dem 30.9.2005 abgeschlossen , ist das Entgelt nach dem per 1.10.2005 in Kraft getretenen, österreichweit geltenden Mindestlohntarif für Hausbetreuer zu bemessen.

Die Verrichtung der "neuen" Hausbesorgertätigkeiten kann auch durch geringfügig Beschäftigte erfolgen. Für die Vertretungen der "geringfügigen Hausbesorger" sind von den Hauseigentümern ebenfalls Anmeldungen zu erstatten.

Der pauschalierte Materialkostenersatz für Hausbesorger unterliegt ab 1.1.2002 grundsätzlich der Beitragspflicht. Beitragsfreiheit besteht allerdings in jenen Fällen, in denen die tatsächlichen Kosten im Zusammenhang mit der Anschaffung der erforderlichen Reinigungsmittel vom Hausbesorger entsprechend nachgewiesen werden.

Zuletzt aktualisiert am 11. Dezember 2015