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Fragen aus der Praxis


  • Ein/eine Geschäftsführer/in ist am 15.11. nach dem ASVG pflichtversichert. Auf Grund einer Änderung der Beteiligung, besteht ab 1.1. des nächstfolgenden Jahres Versicherungspflicht nach dem GSVG.
Frage: Ist das Service-Entgelt trotzdem zu entrichten?
Antwort: Ja, da der (die) Geschäftsführer(in) zum Stichtag 15.11. nach dem ASVG pflichtversichert war.
Allgemeines:
Wenn am 15.11. Versicherungspflicht nach dem ASVG gegeben war, ist das Service-Entgelt jedenfalls zu entrichten, auch wenn nach diesem Stichtag ein anderer Versicherungsträger (zB die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft oder die Versicherungsanstalt der öffentlich Bediensteten etc.) zuständig ist.
 

  • Ein/eine Pensionsbezieher/in ist am 15.11. in meinem Betrieb vollversichert beschäftigt.Pensionisten sind ja grundsätzlich von der Entrichtung des Service-Entgelts befreit.
Frage: Muss ich als Dienstgeber für diese(n) Beschäftigte(n) und ihren/seinen anspruchsberechtigten Angehörigen trotzdem das Service-Entgelt einbehalten?
Antwort: Das Service-Entgelt ist von jedem am 15.11. Beschäftigten einzuheben - auch von Beziehern einer Eigen- oder Hinterbliebenenpension.

  • Zivildiener/Präsenzdiener
Frage: Ist von Zivildienern/Präsenzdienern sowie deren anspruchsberechtigten Angehörigen, welche am 15.11. bei der Gebietskrankenkasse krankenversichert sind, das Service-Entgelt abzuführen?
Antwort: Nein.
Zivildiener/Präsenzdiener und deren anspruchsberechtigte Angehörige sind auf Grund der Richtlinien des Hauptverbandes generell von der Entrichtung ausgenommen.

  • Ein/e Dienstnehmer/in ist am 15.11. fallweise beschäftigt.
Frage: Hat der Dienstgeber das Service-Entgelt einzuheben?
Antwort: Ja, da zum Stichtag 15. 11. ein Krankenversicherungsschutz nach dem ASVG besteht.

  • Die Ehegattin ist Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeldbezieherin.
Frage: Gilt die Ehegattin als mitversicherte Angehörige und müsste daher der Dienstgeber des Ehegatten Service-Entgelt einbehalten?
Antwort: Nein.
Die Ehegattin gilt während des Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeldbezuges nicht als mitversicherte Angehörige. Sie ist selbst krankenversichert. Das Service-Entgelt wird vom Kinderbetreuungsgeld einbehalten.
 
  • Ein Dienstnehmer ist im November geringfügig beschäftigt. Davor bestand Vollversicherung. Aufgrund der „Schutzmonatbestimmung“ besteht zum Stichtag 15.11. Krankenversicherungsschutz.
Frage: Ist trotz geringfügiger Beschäftigung das Service-Entgelt zu entrichten?
Antwort: Das Service-Entgelt ist zu entrichten, da der Dienstnehmer am 15.11. krankenversichert ist.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015