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Änderungen für freie DienstnehmerInnen ab 1.1.2008


Für freie DienstnehmerInnen traten mit 1.1.2008 folgende gesetzliche Änderungen in Kraft:

  • Einbeziehung in die Arbeitslosenversicherung
    Ab 1.1.2008 haben freie DienstnehmerInnen ebenso wie ArbeitnehmerInnen Anspruch auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe. Der Arbeitslosenversicherungsbeitrag beträgt für freie DienstnehmerInnen 3 % und für den Dienstgeber ebenfalls 3 %.
  • Einbeziehung in das Bonus/Malus-System
    Auch bei Einstellung älterer freier DienstnehmerInnen erspart sich der Arbeitgeber den Dienstgeberanteil zum Arbeitslosenversicherungsbeitrag in Höhe von 3 %. Wird jedoch mit einem älteren freien Dienstnehmer, welcher mindestens zehn Jahre im Betrieb beschäftigt war, das Beschäftigungsverhältnis beendet, hat der Arbeitgeber einen Malus (einmaliger Betrag) zu entrichten.
  • Einbeziehung in das Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IESG)
    Ab 1.1.2008 erhalten freie DienstnehmerInnen ebenfalls ein Insolvenz-Ausfallsgeld. Der Dienstgeber hat dafür einen Zuschlag nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz in Höhe von 0,55 % vom Bruttoverdienst und eventueller Sonderzahlungen zu bezahlen.
  • Zugehörigkeit zur Arbeiterkammer
    Freie DienstnehmerInnen sind ab 1.1.2008 Mitglieder der Arbeiterkammer und werden wie Arbeiter und Angestellte vor Gericht vertreten und in Rechtsfragen beraten. Freien DienstnehmerInnen wird deshalb ab 1.1.2008 eine Arbeiterkammerumlage in Höhe von 0,5 % vom Bruttoverdienst (nicht von Sonderzahlungen!) berechnet.
  • Einbeziehung in das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG)
    Für freie DienstnehmerInnen ist ab 1.1.2008 ein Mitarbeitervorsorgebeitrag in Höhe von 1,53 % der allgemeinen Beitragsgrundlage und eventueller Sonderzahlungen zu entrichten. Bei Neueintritte ab 1.1.2008 ist das erste Monat beitragsfrei.
    Bei freien DienstnehmerInnen, die bereits seit 2007 ein laufendes freies Dienstverhältnis haben, entfällt das erste beitragsfreie Monat.
    Beitragspflicht besteht ab dem 1.1.2008.
  • Neue Beitragsgruppen für freie DienstnehmerInnen
    Durch die neuen gesetzlichen Bestimmungen ist es notwendig, für freie DienstnehmerInnen neue Beitragsgruppen zu verwenden. Sie können diese dem beiliegenden Dokument oder aus dem Beitragsgruppenschema entnehmen.

Wichtig!
Bitte übermitteln Sie eine Änderungsmeldung per 1.1.2008 mit der neuen Beitragsgruppe und dem Beginn der Mitarbeitervorsorgepflicht!
 
  • Anhebung des Krankenversicherungsbeitrages
    Mit 1.1.2008 wurde der Krankenversicherungsbeitrag für freie DienstnehmerInnen von 7,10 % auf 7,65 % angehoben. Davon entfallen 3,87 % auf den freien Dienstnehmer und 3,78 % auf den Dienstgeber.
  • Krankengeld ab dem 4. Tag
    Ab 1.1.2008 besteht auch für freie DienstnehmerInnen ab dem 4. Tag der Erkrankung Anspruch auf Krankengeld. Die Vorschriften hinsichtlich der Anspruchsdauer, der Höhe und der Berechnung des Krankengeldes entsprechen jenen für DienstnehmerInnen.

    In diesen Fällen ist das Formular "Arbeits- und Entgeltbestätigung" auszustellen.
  • Anspruch auf Wochengeld
    Anstelle des bisherigen täglichen Fixbetrages erhalten freie DienstnehmerInnen ab 1.1.2008 erstmals vom Einkommen abhängiges Wochengeld. Der Anspruch besteht für werdende Mütter acht Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und acht Wochen nach der Entbindung.
Das Formular "Arbeits- und Entgeltbestätigung für Wochengeld" wurde entsprechend angepasst und steht Ihnen im Menüpunkt Formular Download zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015