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Altersteilzeit – Erkrankung in der Vollarbeitsphase


  • Bei Krankenständen in der Vollarbeitsphase des geblockten Altersteilzeitmodells erwirbt der Arbeitnehmer nach geltender Rechtsprechung Zeitguthaben für die Freizeitphase nur entsprechend dem Ausmaß der Entgeltfortzahlung.
  • Für Zeiten eines Krankenstandes mit Anspruch auf Fortzahlung des halben Entgelts erwirtschaftet der Arbeitnehmer somit nur die Hälfte des Zeitguthabens, das er bei tatsächlicher Arbeitsleistung erworben hätte.
  • Nach Ausschöpfung des Entgeltfortzahlungsanspruchs erwirbt der Arbeitnehmer überhaupt kein Zeitguthaben für die Freizeitphase.
  • Krankenstände – auch solche, die die maximale Entgeltfortzahlungsdauer überschreiten – ändern die im Rahmen der mehrjährigen Langfristdurchrechnung getroffene Verteilung der Teilzeitarbeit nicht.
  • Wie bei Krankenständen über der Entgeltfortzahlungsdauer in der Vollzeitphase bei tatsächlichem Konsum der Freizeitphase vorzugehen ist (Verkürzung der Freizeitphase im Ausmaß der geringer bezahlten bzw. unbezahlten Krankenstände oder Kürzung des Entgelts in der Freizeitphase), richtet sich nach den Bestimmungen in den Kollektivverträgen oder in den Altersteilzeitvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
  • In manchen Kollektivverträgen ist vorgesehen, dass bei Abwesenheitszeiten ohne Entgeltanspruch kein Zeitguthaben erworben und die Einarbeitungsphase entsprechend verlängert wird, hingegen bei Zeiten der reduzierten Entgeltfortzahlung der geplante Beginn der Freizeitphase aber unverändert bleibt.
  • Der Dienstgeber kann auf die Einarbeitung der Zeit des Krankenstandes ohne Entgeltfortzahlung verzichten.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015