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Wissenswertes über den Krankenstand bei Wohnsitz der Dienstnehmerin/des Dienstgebers im Ausland


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Information für DienstnehmerInnen

Beginnt ein/e EU-Bürger/in in Österreich eine Tätigkeit und hat den ständigen Wohnsitz in einem anderen EU-Staat, so ersuchen wir um Information ihrer DienstnehmerInnen, wie im Erkrankungsfall im Sinne der nachstehend angeführten Rechtsvorschriften vorzugehen ist.

Der Krankenstand ist in Verbindung mit Krankengeld eine wesentliche Leistung der sozialen Krankenversicherung in Österreich.

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Arbeitsunfähigkeit

Voraussetzung für einen Krankenstand ist die Feststellung einer Krankheit und einer damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit durch eine Ärztin/einen Arzt. Nicht jede Krankheit muss automatisch zu einem Krankenstand führen.

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Krankmeldung

In Österreich ist für die Krankmeldung und Verständigung der OÖGKK prinzipiell die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt zuständig. In den meisten Fällen ist das die Hausärztin/der Hausarzt. Krankschreiben können aber auch Fachärztinnen/Fachärzte und Spitalsambulanzen.

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Verhalten im Krankenstand

Der Krankenstand ist unverzüglich der Dienstgeberin/dem Dienstgeber zu melden. Während des Krankenstandes müssen die ärztlichen Anordnungen befolgt werden. Dazu gehören insbesondere die Einhaltung einer angeordneten Bettruhe und Beachtung der von der Ärztin/ vom Arzt auf der Krankmeldung vermerkten Ausgangszeit. Darüber hinaus muss alles vermieden werden, was die Genesung behindern oder verzögern könnte. Bei Verstößen gegen diese Regelungen sind Sanktionen vorgesehen, die bis zum Ruhen des Krankengeldes führen können.

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Besonderheit bei Vorliegen eines Auslandssachverhaltes

Wohnt ein/e Versicherte/r unserer Kasse in einem anderen EU-Staat so sind nach der EU-Verordnung Artikel 27 der VO 987/2009 folgende Punkte zu beachten:

  1. Die/der Versicherte muss sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, in der auch die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit angeführt ist, von der Ärztin/dem Arzt ausstellen lassen, die in ihrem/der in seinem EU-Wohnmitgliedstaat ihren/seinen Gesundheitszustand festgestellt hat.
  2. Die/der Versicherte hat diese Bescheinigung innerhalb der in den österreichischen Rechtsvorschriften festgesetzten Frist (= unverzüglich) der OÖ Gebietskrankenkasse zu übermitteln.
Die Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung enthebt die/den Versicherte/n nicht der Pflichten, die sie/ihn aufgrund der geltenden Rechtsvorschrift - insbesondere ihrer/seiner Arbeitgeberin/ihres/seines Arbeitgebers gegenüber - treffen.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015