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Wissenswertes über den Krankenstand

Die Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit (AU), landläufig als Krankenstand bezeichnet, beruht auf folgender gesetzlicher Grundlage: Als arbeitsunfähig gilt, wer infolge einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht oder nur mit der Gefahr einer Verschlimmerung seines Zustandes in der Lage ist, seine bisher ausgeübte Erwerbstätigkeit zu verrichten.

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Krank- bzw. Gesundmeldung:

Für eine Krankmeldung und Verständigung der OÖ Gebietskrankenkasse (OÖGKK) ist prinzipiell die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt zuständig. In den meisten Fällen ist das die Hausärztin/der Hausarzt. Krankschreiben können aber auch FachärztInnen und Spitalsambulanzen. Die Krankschreibung durch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt ist zur Anerkennung unverzüglich der OÖGKK vorzulegen. Dies geschieht entweder durch die Wahlärztin/den Wahlarzt oder von der Versicherten/vom Versicherten selbst.

Eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus oder ein Aufenthalt in einer Kur-, Erholungs- oder Rehabilitationseinrichtung führt automatisch zu einer Krankmeldung.

Versicherte der OÖGKK können darüber hinaus auch persönlich, telefonisch, per Fax oder über das Internet ihre Wiederaufnahme der Beschäftigung mitteilen.
Das Online-Service „Gesundmeldung“ finden Sie auf unserer Homepage unter www.ooegkk.at/Leistungen/Krankenstand/Gesundmeldung/Online-Gesundmeldung.

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Verhalten während einer Arbeitsunfähigkeit:

Die Dienstnehmerin/der Dienstnehmer hat grundsätzlich die Anordnung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes zu befolgen. Dies umfasst auch das Einhalten von Ausgehzeiten und gegebenenfalls angeordneter Bettruhe. Jedes Verhalten, welches die Genesung beeinträchtigt, ist zu vermeiden. Der Dienstnehmerin/dem Dienstnehmer ist insbesondere die Verrichtung von Erwerbsarbeiten in jenem Beruf, in dem die AU ärztlich festgestellt wurde, untersagt.

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Wohnort- und Domizilwechsel:

Gibt die arbeitsunfähig erkrankte Dienstnehmerin/der arbeitsunfähig erkrankte Dienstnehmer bereits zu Beginn ihrer/seiner AU der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt eine vom Hauptwohnsitz abweichende Wohnadresse bekannt, so wird dies auf der Krankmeldung vermerkt.
Erfolgt indes bei laufender AU ein Wohnortwechsel innerhalb des Wirkungsbereiches einer Gebietskrankenkasse (z. B. bei der OÖGKK das Bundesland Oberösterreich), ist dieser von der Versicherten/vom Versicherten im Voraus der leistungszuständigen Gebietskrankenkasse zu melden.
Ist ein Wohnort- oder Domizilwechsel außerhalb des Kassenbereichs (z. B. anderes Bundesland) geplant, ist von der Versicherten/vom Versicherten vorher die Zustimmung der leistungszuständigen Gebietskrankenkasse einzuholen. Die Bewilligung des Trägers ist – höchstens für die voraussichtliche Dauer der AU – zu erteilen, sofern der Wohnortwechsel von der behandelnden Stelle befürwortet wird, sich nicht negativ auf den Heilungsverlauf auswirkt und eine laufende Behandlung nicht unterbrochen wird.

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Meldepflicht der Dienstnehmerin/des Dienstnehmers:

Die Dienstnehmerin/der Dienstnehmer ist verpflichtet, ohne Verzug die Arbeitsverhinderung der Dienstgeberin/dem Dienstgeber bekannt zu geben und auf Verlangen der Dienstgeberin/des Dienstgebers, das nach angemessener Zeit wiederholt werden kann, eine Bestätigung des zuständigen Krankenversicherungsträgers oder der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes über Beginn, voraussichtliche Dauer und Ursache der AU vorzulegen.
Die Dienstgeberin/der Dienstgeber kann vom Versicherungsträger nur Informationen über Beginn und voraussichtliche Dauer einer AU, nicht jedoch zur Art der Erkrankung oder der Krankenbehandlung einholen.

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Prüfung des Gesundheitszustandes:

Die Krankenversicherungsträger sind im Hinblick auf ihre gesetzliche Verpflichtung berechtigt, Krankenkontrollen durchzuführen. Kann eine Versicherte/ein Versicherter einen Chefarzttermin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen, hat sie/er dies dem Versicherungsträger unverzüglich – unter Beilage der Bestätigung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes – zu melden.

Über das Ergebnis der Krankenkontrolle besteht keine Auskunftspflicht des Versicherungsträgers gegenüber der Dienstgeberin/des Dienstgebers.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015