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Ferialarbeiter/innen – Ferialangestellte – Ferialpraktikant/innen


  • Was unterscheidet sozialversicherungsrechtlich Ferialarbeiter/innen bzw. Ferialangestellte von Ferialpraktikant/innen?

Ferialarbeiter/innen und Ferialangestellte:
  • Schüler/innen und Studierende, die während der Ferienzeit als Dienstnehmer/innen beschäftigt werden,
  • gültig sind die jeweiligen Kollektivverträge,
  • Beschäftigung erfolgt gegen Entgelt,
  • Dienstnehmereigenschaft liegt vor
    (diese Personen sind an die Weisungen bzgl. Arbeitszeit, Arbeitsort und arbeitsbezogenes Verhalten gebunden und unterliegen einer Kontrolle),
  • Erstattung der Anmeldung beim zuständigen Krankenversicherungsträger,
  • Abrechnung in den Beitragsgruppen: A1 Arbeiter, D1 Angestellte,
  • Abrechnung der Umlagen: Arbeiterkammerumlage (AK), Wohnbauförderungsbeitrag (WF) und Insolvenz-Entgeltsicherungszuschlag (IE),
  • Abfuhr der Betrieblichen Vorsorge (BV) ab dem 2. Monat.

Ferialpraktikant/innen die ein „echtes unentgeltliches“ Ferialpraktikum ausüben:
  • Schüler/innen und Studierende, die aufgrund ihres betreffenden Schultyps bzw. Studienverordnung ein Praktikum absolvieren müssen.
  • Ein Praktikum kann während des gesamten Jahres und nicht nur in der Ferienzeit absolviert werden.
  • Praktische Tätigkeit im Betrieb muss dem Ausbildungszweck dienen,
  • Beschäftigung erfolgt ohne Entgelt --- eine Anmeldung beim zuständigen Krankenversicherungsträger ist nicht erforderlich – im Rahmen der Schul- bzw. Studentenversicherung besteht nur Schutz in der Unfallversicherung (ohne Beitragsleistung der Dienstgeberin bzw. des Dienstgebers).

Bitte beachten Sie:

Werden Schüler/innen und Studierende im Rahmen ihres Praktikums als Dienstnehmer/innen beschäftigt oder unterliegen der Lohnsteuerpflicht, übermitteln Sie eine Anmeldung an den jeweils zuständigen Krankenversicherungsträger.
Kennzeichnen Sie bitte auf der Anmeldung, ob es sich um ein geringfügiges Dienstverhältnis (EUR 386,80 = monatliche Geringfügigkeitsgrenze 2013) oder um eine Vollversicherung handelt.
  • Die Bezüge für Praktikant/innen, die als Dienstnehmer/innen beschäftigt werden, können, soweit nicht eine kollektivvertragliche Regelung (wie z. B. im Hotel- und Gastgewerbe) ein Mindestentgelt vorschreibt, frei vereinbart werden.
Übrigens: Zum Thema „Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Ferialarbeitern – Ferialangestellten – Ferialpraktikanten – Volontären“ fand im Vorjahr eine online Kundeninformationsveranstaltung statt. Diese online Schulung finden Sie im rechts angeführten Link unter Ferialpraktikanten.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015