DRUCKEN

EU-Beitritt von Kroatien


Die Regelungen des bestehenden Sozialversicherungsabkommens zwischen Österreich und Kroatien enden am 30. Juni 2013.
Ab 1. Juli 2013 gelten die Bestimmungen der beiden EU-Verordnungen zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Nr. 883/2004 als Grundverordnung und Nr. 987/2009 als Durchführungsverordnung).

Leistungsrechtliche Auswirkungen:

  1. Für österreichische Versicherte bei einem vorübergehenden Aufenthalt (Urlaub, Studium, Entsendung) in Kroatien:
    Der Anspruch auf medizinisch notwendige Sachleistungen kann durch die Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) – diese befindet sich auf der Rückseite der e-card – beim Leistungserbringer (Arzt, Krankenhaus) geltend gemacht werden.
  2. Personen mit Wohnsitz in Kroatien:
    In Kroatien wohnende, anspruchsberechtigte Familienangehörige unserer Versicherten haben ab 1. Juli 2013 uneingeschränkt Leistungsanspruch in Österreich. Diese Familienangehörigen haben daher (auf Antrag) Anspruch auf die österreichische e-card, einschließlich der auf der Rückseite befindlichen EKVK. Österreich wird nun auch für medizinisch notwendige Behandlungskosten dieser Personen bei einem Aufenthalt in einem anderen EU/EWR-Staat oder der Schweiz leistungszuständig.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015