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Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Gesunde Unternehmen prämiert


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Der Preis für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wurde zum sechsten Mal vergeben und gesunde Unternehmen prämiert.

Hunderte Unternehmen in Österreich machen bereits Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und setzen tolle Projekte um. Die allerbesten kommen alljährlich auf die Shortlist für den begehrten „BGF-Preis“. Der wurde heuer im Mai zum sechsten Mal in Wien verliehen.

 

Bundesminister Alois Stöger und OÖGKK-Obmann Albert Maringer als Repräsentant der Koordinationsstelle des Österreichischen Netzwerkes für BGF (ÖNBGF) haben die Preise an die ausgezeichneten Firmen überreicht.

 

Gesundheitsminister Alois Stöger ließ es sich nicht nehmen, die Preise selbst zu verleihen. Er ist vom vielfältigen Nutzen der BGF überzeugt: „Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Beitrag der Unternehmen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter/innen. Sie bringt Vorteile für die Arbeitnehmer/innen, das Unternehmen und den Wohlfahrtsstaat. Wer in einem gesundheitsfördernden Umfeld arbeitet, ist zufriedener im Beruf und bleibt länger gesund.“

 

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Vielschichtiger Preis:

2014 waren 19 Unternehmen aus ganz Österreich nominiert. Alle nominierten Unternehmen leisten für ihre Mitarbeiter/innen Gesundheitsförderung nach höchsten Qualitätsmaßstäben. Prämiert wurden hervorragende Projekte in zwei Kategorien (Klein- und Mittelbetriebe bis 100 Mitarbeiter und Großbetriebe) sowie die beiden Sonderpreise der Bundesarbeitskammer sowie der Wirtschaftskammer und SVA der gewerblichen Wirtschaft.

Der Preis für Betriebliche Gesundheitsförderung hat zum Ziel, die vielfältigen und innovativen Aktivitäten in österreichischen Unternehmen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung sichtbar zu machen. Die Auszeichnung von zukunftsweisenden Projekten soll Vorbildwirkung für andere Betriebe haben, ebenfalls Gesundheitsförderung in ihrer Managementstrategie zu verankern.

 

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Die Preisträger:

Eine hochrangig besetzte Expertenjury hat die Preisträger ausgewählt:

  • ÖBB-Technische Services GmbH (Preis in Kategorie Großbetrieb)
  • Ordination DDr. Elisabeth Santigli (Preis in Kategorie Klein- und Mittelbetrieb)
  • Lehrwerkstätte der Siemens AG Graz-Eggenberg (Sonderpreis der Bundesarbeitskammer)
  • Firma Helmut Pöchtrager e.U. (Sonderpreis der Wirtschaft, vergeben von der Wirtschaftskammer und SVA der gewerblichen Wirtschaft)

Nominierte Betriebe unter 100 Mitarbeiter:

  • Flextime Personalservice GmbH
  • Manfred Wiemers Malerei GesmbH
  • ÖZIV - Österreichischer Zivil-Invalidenverband Landesgruppe Kärnten
  • Marktgemeinde Tieschen
  • Fossek OG
  • Mag. Eichmann & Schwatte Friseur OG

Nominierte Betriebe über 100 Mitarbeiter:

  • Thermalquelle Loipersdorf GmbH & Co KG
  • Internorm International GmbH
  • BMW Motoren GmbH
  • Arbeitsmarktservice Salzburg
  • Stora Enso WP Bad St. Leonhard GmbH
  • Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
  • Raiffeisen Regionalbank Mödling eGen mbH
  • FH Campus Wien
  • Raiffeisen Landesbank Tirol AG

 

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Albert Maringer: „BGF senkt nicht nur Krankenstände“:

Getragen wird der Preis von der Sozialversicherung, dem Fonds Gesundes Österreich, der Bundesarbeitskammer, der Wirtschaftskammer Österreich und der SVA der gewerblichen Wirtschaft. Die Koordinationsstelle für das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung ist bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK)  angesiedelt, die auch bei der Organisation der Preisverleihung federführend ist. Deren Obmann Albert Maringer erklärt: „Als soziale Krankenversicherung ist uns die Betriebliche Gesundheitsförderung sehr wichtig. Der Arbeitsplatz hat einen hohen Stellenwert im Leben der Menschen, daher spielen die Betriebe eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsförderung. Mit BGF gehen nicht nur die Krankenstände zurück, es bessert sich auch das Arbeitsklima“.

 

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Schlüssige Gesamtstrategien statt Einzelaktionen:

Betriebliche Gesundheitsförderung, wie sie von den Netzwerkpartnern verstanden wird, unterscheidet sich stark von unstrukturierten Einzelaktivitäten wie Obsttage oder Wellness-Aktionen. Diese wirken in der Regel kaum nachhaltig und bringen keine nachweisbare Verbesserung der Gesundheit im Unternehmen. Der Leiter des Fonds Gesundes Österreich, Mag. Dr. Klaus Ropin betont in diesem Zusammenhang: „Nachhaltige Betriebliche Gesundheitsförderung muss systematisch aufgebaut und kontinuierlich fortgeführt werden. In den nominierten Unternehmen, die auch alle geprüfte Träger des BGF-Gütesiegels sind, geschieht das sehr innovativ und erfolgreich. Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Bemühungen zur Qualitätssicherung erfolgreich sind.“

 

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Wissenschaftlich fundiert, praktisch erprobt:

Die Betriebliche Gesundheitsförderung wurde als wissenschaftlich fundiertes Modell auf europäischer Ebene entwickelt und international erprobt. Unternehmen im In- und Ausland zeigen den messbaren Vorteil einer strukturierten Gesundheitsförderung: die Krankenstände gehen zurück, die gesundheitlichen Arbeitsbelastungen sinken, Gesundheitsquellen werden nachhaltig gestärkt. BGF setzt auf den Ebenen Organisationsentwicklung, Mitarbeiterbeteiligung und Arbeitsbedingungen an. BGF wirkt auf die Gesundheit der Mitarbeiter und auf den Unternehmenserfolg. Der Koordinator des Netzwerkes BGF Mag. Christoph Heigl ist daher überzeugt: „Bei der BGF haben Beschäftigte, Betriebsräte, Unternehmer und Führungskräfte ein gemeinsames Ziel: den unternehmerischen Erfolg durch gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter. Mit ihren hohen Qualitätsansprüchen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung können sich die Preisträger und Nominierten auch im internationalen Vergleich sehen lassen.“

 

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Statements der Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreter:

„Gesundheit ist die wichtigste Grundlage für die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer/innen. Sind die Hausaufgaben im Arbeitnehmerschutz gemacht, die

 Arbeitnehmer/innen sowie Betriebsräte und Sicherheitsvertrauenspersonen an der betrieblichen Gesundheitsförderung beteiligt, verbessern sich die Arbeitsbedingungen, das Gesundheitsniveau und somit die Arbeits- und Lebensqualität der Beschäftigten“, so Alexander Heider, Leiter der Abteilung Sicherheit, Gesundheit und Arbeit der Bundesarbeitskammer.

 

Dr. Martin Gleitsmann, Abteilungsleiter für Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich, und Initiator der Gesundheitsförderungsinitiative „proFITNESS: Gesunde Mitarbeiter- Gesundes Unternehmen“ (www.profitnessaustria.at): „Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen. Besonders erfreulich ist auch, dass immer mehr kleine und mittlere Unternehmen Gesundheitsförderung im Unternehmensalltag integrieren“.

 

SVA-Direktor Dr. Thomas Neumann: "Betriebliche Gesundheitsförderung ist Teil einer modernen Unternehmensstrategie, die sich volkswirtschaftlich für das Gesundheitssystem und betriebswirtschaftlich positiv für das Unternehmensergebnis sowie einem Mehr an Lebensqualität für die Mitarbeiter auswirkt - also eine einzigartige Win-Win-Win-Situation für Unternehmer, Mitarbeiter und Gesundheitssystem."

 

Informationen und Fotos der Siegerfirmen von der Preisverleihung sind ab heute im Internet unter www.netzwerk-bgf.at zu finden.

  

Rückfragehinweis:

Mag. Christoph Heigl

Koordinator des ÖNBGF

Tel. 05 78 07 – 10 35 23

oenbgf@ooegkk.at

 

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015