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Ferialarbeiter/innen – Ferialangestellte – Ferialpraktikant/innen


Was unterscheidet sozialversicherungsrechtlich Ferialarbeiter/innen bzw. Ferialangestellte von Ferialpraktikant/innen?

 

Ferialarbeiter/innen und Ferialangestellte: 

  • Schüler/innen und Studierende die während der Ferienzeit als Dienstnehmer/innen beschäftigt werden.
  • Gültig sind die jeweiligen Kollektivverträge.
  • Beschäftigung erfolgt gegen Entgelt.
  • Dienstnehmereigenschaft liegt vor

(sind an Weisungen bzgl. Arbeitszeit, Arbeitsort und arbeitsbezogenes Verhalten gebunden und unterliegen einer Kontrolle).

  • Anmeldung erfolgt beim zuständigen Krankenversicherungsträger.
  • Abrechnung – für Arbeiter in A1, für Angestellte in D1.
  • Umlagen: Kammerumlage, Wohnbauförderungsbeitrag und Insolvenzzuschlag sind abzurechnen.
  • Betriebliche Vorsorge ist ab dem 2. Monat abzuführen.


Ferialpraktikant/innen die ein „echtes unentgeltliches“ Ferialpraktikum ausüben: 

  • Schüler/innen und Studierende, die ein Praktikum, aufgrund ihres betreffenden Schultyps bzw. Studienverordnung absolvieren müssen.
  • Ein Praktikum kann während des gesamten Jahres und nicht nur in der Ferienzeit absolviert werden.
  • Praktische Tätigkeit im Betrieb muss dem Ausbildungszweck dienen.
  • Beschäftigung erfolgt ohne Entgelt → eine Anmeldung beim zuständigen Krankenversicherungsträger ist nicht erforderlich – im Rahmen der Schul- bzw. Studentenversicherung besteht nur Schutz in der Unfallversicherung (ohne Beitragsleistung der Dienstgeberin bzw. des Dienstgebers).

Bitte beachten Sie:

Werden Schüler/innen und Studierende im Rahmen ihres Praktikums als Dienstnehmer/innen beschäftigt oder unterliegen der Lohnsteuerpflicht, ist eine Anmeldung beim jeweils zuständigen Krankenversicherungsträger unbedingt erforderlich. Bitte achten Sie darauf, dass ein Bezug bis zur Geringfügigkeitsgrenze (monatlich 395,31 – Wert 2014) eine Anmeldung zur Unfallversicherung begründet, bei einem Bezug über der Geringfügigkeitsgrenze erstatten Sie bitte eine Anmeldung zur Vollversicherung.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015