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Service-Entgelt


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Was ist das Service-Entgelt?

Das Service-Entgelt wird jährlich mit der Aufwertungszahl angepasst. Für das Jahr 2016 ist am 15.11.2015 ein Service-Entgelt in Höhe von EUR 10,85 fällig.

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Wer muss Service-Entgelt zahlen?

Personen, für die zum Stichtag 15.11. ein Krankenversicherungsschutz nach dem ASVG besteht.
Hinweis: Die Bestimmungen, wer Service-Entgelt zu entrichten hat bzw. wer davon ausgenommen ist, entsprechen jenen über die Entrichtung der Krankenscheingebühr.

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Wer ist von der Entrichtung des Service-Entgelts befreit?

  • Bezieher einer Pension nach dem ASVG oder dem GSVG,
  • anspruchsberechtigte Angehörige
  •  Versicherte nach § 479a Abs. 1 Z 2 (Ruhegenussbezieher der "Wiener Linien"),
  • Bezieher einer Sonderunterstützung nach § 1 Abs. 1 des Sonderunterstützungsgesetzes,
  • Personen, die eine einkommensabhängige Rentenleistung nach dem Kriegsopferversorgungsgesetz 1957, dem Heeresversorgungsgesetz oder dem Opferfürsorgegesetz beziehen,
  • Personen, die in der Krankenversicherung der Kriegshinterbliebenen sowie in der Krankenversicherung der Hinterbliebenen nach dem Heeresversorgungsgesetz versichert sind,
  • Versicherte nach § 8 Abs. 1 Z 1 lit. c ASVG (Präsenzdiener) und deren Angehörige,
  • Versicherte nach § 8 Abs. 1 Z 4 ASVG (Zivildiener) und deren Angehörige,
  • Asylwerber in Bundesbetreuung und unterstützungswürdige hilfs- und schutzbedürftige Fremde nach Art. 2 der Vereinbarung gem. Art. 15a B-VG über gemeinsame Maßnahmen zur vorübergehenden Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde (erhalten auch keine e-card).

Hinweis: Personengruppen, die bisher von der Rezeptgebühr befreit waren, sind auch von der Entrichtung des Service-Entgelts befreit.

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Einhebung durch den Dienstgeber

Für folgende Personen ist zum Stichtag 15. November Service-Entgelt vom Dienstgeber einzuheben:

  • Dienstnehmer
  • Lehrlinge
  • Personen in einem Ausbildungsverhältnis (auch KrankenpflegeschülerInnen, sofern kein Nachweis beigebracht wird, dass seitens der GKK eine Gebührenbefreiung ausgesprochen wurde)
  • freie Dienstnehmer
  • Dienstnehmer, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit mindestens die Hälfte ihres Entgelts fortgezahlt bekommen
  • Bezieher einer Ersatzleistung für Urlaubsentgelt
  • sowie für Bezieher einer Kündigungsentschädigung

Steuerrechtlicher Hinweis: Das Service-Entgelt für die e-card mindert die Lohnsteuerbemessungsgrundlage des laufenden Bezuges.

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Keine Einhebung des Service-Entgelts durch den Dienstgeber

  • Geringfügig Beschäftigte und geringfügig freie Dienstnehmer
  • Dienstnehmer, die am Stichtag keine Bezüge erhalten (zB Wochenhilfe, Karenz nach dem MSchG/VKG)
  • Dienstnehmer, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit weniger als die Hälfte ihres Entgelts fortgezahlt bekommen,
  • Personen, von denen bekannt ist, dass sie bereits im ersten Quartal des nachfolgenden Kalenderjahres die Anspruchsvoraussetzungen für eine Eigenpension erfüllen werden (Stichtag muss vor dem 1. April des Folgejahres liegen)

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Einbehalt des Service-Entgelts durch den KV-Träger

  • von Beziehern einer Geldleistung:
    Karenz- und Kinderbetreuungsgeldbezieher
    Dienstnehmer, die am Stichtag keine Bezüge erhalten (Wochengeld, volles Krankengeld)
    Bezieher von Krankengeld aus einer Geldleistung nach dem AlVG
  • Sonstige Fälle:
    Freiwillig Krankenversicherte gemäß § 16 oder § 19a ASVG:
    Für Personen und deren Angehörigen, die zum Stichtag 15.11. freiwillig nach dem ASVG krankenversichert sind, wird das Service-Entgelt von der Gebietskrankenkasse vorgeschrieben.
    Betreute auf Grund eines SV-Abkommens (Ausnahme: Pensionisten und "Kinder")

Die Entrichtung des Service-Entgelts erfolgt mittels Zahlschein.

Steuerrechtlicher Hinweis: Erfolgt die Bezahlung des Service-Entgelts außerhalb eines Dienstverhältnisses, so kann der Betrag (gemeinsam mit einem etwaigen Angehörigenbeitrag) im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten geltend gemacht werden.

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Einbehalt des Service-Entgelts durch das AMS

Leistungsbezieher nach dem AlVG:
Für krankenversicherte Leistungsbezieher nach dem AlVG wird das Service-Entgelt vom AMS eingehoben.

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Rückerstattung von Service-Entgelt

Rückerstattung von Service-Entgelt
Wurde zu viel Service-Entgelt entrichtet (zB aufgrund einer Mehrfachversicherung zum Stichtag), hat die Gebietskrankenkasse eine Rückerstattung vorzunehmen. Der Dienstnehmer muss eine Bestätigung über das bereits entrichtete Service-Entgelt beibringen, da aus dem Bereich der Dienstgeber keine personenbezogenen Daten vorliegen. Dies kann in Form von Kopien der Lohnzetteln, auf dem die Einbehalte des Service-Entgelts ersichtlich sind oder in Form von gesonderten Bestätigungen durch den Dienstgeber erfolgen. Die Rückerstattung kann in jeder Dienststelle der Gebietskrankenkasse beantragt und vorgenommen werden.

Der Antrag auf Rückerstattung kann - unter Beilage von geeigneten Nachweisen - auch
per E-Mail serviceentgelt@ooegkk.at
oder FAX 05 78 07 - 10 37 95
erfolgen.

Zuletzt aktualisiert am 14. April 2015