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mBGM – die Vorteile für Dienstgeber


Um künftig rasch und effektiv auf alle gesetzlichen Änderungen reagieren zu können, wird dieses ambitionierte Projekt ab 1. Jänner 2019 in Betrieb genommen.

 

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Strukturelle Vereinfachung der Lohnverrechnung

Mit der mBGM wird die monatliche Beitragsnachweisung und die jährliche Zuordnung der Beiträge zum Versicherten (Lohnzettel SV) in Form einer monatlichen versichertenbezogenen Meldung zusammengeführt.

 

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Derzeitiger Meldeablauf:

Aktuell melden Sie monatlich eine Beitragsnachweisung im so genannten Lohnsummenverfahren. Das heißt, dass sämtliche Beiträge Ihrer Dienstnehmer monatlich in einer Meldung zusammengeführt und von Ihnen an die Sozialversicherung gemeldet werden. Bis Ende Februar des Folgejahres übermitteln Sie elektronisch für jeden einzelnen Dienstnehmer den jährlichen Lohnzettel SV.

Die über das Jahr einlangenden Beitragsnachweisungen werden von uns am Jahresende den SV-Lohnzetteln gegenübergestellt und abgeglichen. Wir stellen fest, ob die von Ihnen in Summe gemeldeten Beiträge, jenen der einzelnen Lohnzettel Ihrer Mitarbeiter entsprechen. Dabei ergeben sich oftmals zahlreiche Differenzen und Unklarheiten, die wir nur mit Ihrer Hilfe bereinigen können.

 

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Meldeablauf ab 1. Jänner 2019:

Bitte übermitteln Sie anstelle der monatlichen Beitragsnachweisung und des jährlichen Lohnzettels SV, eine mBGM pro Monat und pro Dienstnehmer per ELDA an die Sozialversicherung. Damit entfällt der jährliche Abgleich und auch ein Großteil der dadurch entstehenden Abgleichsdifferenzen.

 

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Reduktion des Meldeumfangs

Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung bringt eine Reduzierung der Meldungsarten mit sich. Folgende Meldungen entfallen:

  • Beitragsnachweisungen
  • Lohnzettel SV
  • Mindestangaben-Anmeldungen
  • Anmeldungen fallweise Beschäftigte
  • Meldungen zur Betrieblichen Vorsorge (gilt nur für Vorschreibebetriebe)
  • Meldungen zum Service-Entgelt (gilt nur für Vorschreibebetriebe)
  • Meldungen zum verminderten Arbeitslosenversicherungsbeitrag (gilt nur für Vorschreibebetriebe)
  • Sonderzahlungsmeldungen (gilt nur für Vorschreibebetriebe)

 

Zusätzlich kommt es zu einer Vereinfachung der Anmeldung, Vermeidung redundanter Daten, rascheren Klärung von Differenzen und insgesamt einfacheren Handhabung (siehe Tarifsystem).

 

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Das neue Tarifsystem (TASY)

Ein neues Tarifsystem wird mit Einführung der mBGM das bisherige Beitragsgruppenschema ablösen. Das dreistufig aufgebaute Tarifsystem ermöglicht Ihnen und gegebenenfalls Ihrem Lohnsoftwarehersteller in einfacher und verständlicher Form rasche Anpassungen von arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Maßnahmen. Das Tarifsystem wird im Vergleich zum derzeitigen Beitragsgruppenschema auf mindestens ein Fünftel reduziert und steht Ihnen auch in elektronisch verarbeitbarer Form zur Verfügung. Sie können weiterhin Ihre Dienstnehmer korrekt einstufen und abrechnen.

 

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Elektronisches SV-Clearingsystem

Derzeit erfolgt die Abklärung von Differenzen zwischen Ihnen und der OÖGKK beziehungsweise Lohnverrechner und Kundenbetreuer der OÖGKK telefonisch oder schriftlich. Durch das neue elektronische Clearing wird ein noch nie da gewesener Automatisierungsgrad erreicht. Differenzen (Clearingfälle) werden an die Lohnsoftware elektronisch retourniert und dort automatisiert verarbeitet, sodass eine Minimierung von Interaktionen zwischen Ihnen und uns erreicht werden kann. Zusätzlich können Sie Ihre Clearingfälle über das SV-Service WEBEKU abrufen. Melden Sie sich bitte zu WEBEKU mittels Handysignatur unter www.usp.gv.at an. Weiterführende Infos zu allen WEBEKU-Services sowie zur Handy-Signatur finden Sie am Dienstgeber-Portal der OÖGKK unter www.ooegkk.at/dienstgeber.

 

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Aktualität der zentralen Datenhaltung

Die monatlichen Beitragsgrundlagen werden versichertenbezogen in der zentralen Versichertendatei im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (HVB) gespeichert. Eine Abfrage der Versicherungszeit und der monatlichen Grundlagen ist für Versicherte über „MeineSV“ mit Handysignatur im Internet rund um die Uhr möglich.

Der Vorteil für Versicherte besteht darin, dass Meldungen von Dienstgebern zeitnah nachvollzogen werden können. Die Sozialversicherungsträger und andere berechtigte Behörden können die monatliche Beitragsgrundlage für ihre Verwaltungstätigkeiten nutzen (zum Beispiel Pensionskonto) und dadurch die Bürger und Sie als Dienstgeber entlasten (Entfall von Dienstgeberbestätigungen).

Zuletzt aktualisiert am 03. Mai 2018