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Wochen- und Krankengeld auch für freie DienstnehmerInnen


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Berechung des Krankengelds bei freien DienstnehmerInnen:

Freie DienstnehmerInnen haben ab dem 4. Tag der Erkrankung Anspruch auf Krankengeld, da sie den Dienstnehmern leistungsrechtlich gleichgestellt wurden. Arbeitsrechtlich ist jedoch keine Änderung erfolgt. Sie gelten weiter als Selbständige und haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Dienstgeber. Die Auszahlung des Krankengeldes erfolgt durch die Gebietskrankenkasse.
Für die Berechnung des Krankengelds ist der letzte volle Beitragszeitraum vor Eintritt des Versicherungsfalls maßgeblich.

Achtung:
Für Versicherungsfälle, die nach dem 1. November 2010 eingetreten sind, gilt:
Für die Berechnung des Krankengelds sind die letzten drei Monate vor Eintritt des Versicherungsfalls maßgeblich.


Die Auszahlung des Krankengelds erfolgt brutto für netto da freie DienstnehmerInnen steuerlich als Selbständige gelten. Aufgrund des Krankengeldbezuges übermittelt die Gebietskrankenkasse aber einen Lohnzettel ans Finanzamt.

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Eintritt des Versicherungsfalls der Mutterschaft bei freien Dienstnehmerinnen:

Für einen vorzeitigen Mutterschutz ist ein amtsärztliches Zeugnis vorzulegen.

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Berechnung des Wochengelds für freie Dienstnehmerinnen:

Die Berechnung des Wochengelds für freie Dienstnehmerinnen erfolgt durch den Krankenversicherungsträger. Sofern ein Anspruch auf Sonderzahlungen vereinbart wurde, ist das am Formular anzugeben.
Das Formular "Arbeits- und Entgeltbestätigung“ wurde entsprechend adaptiert, da bei freien Dienstnehmerinnen das Bruttoentgelt (bei Dienstnehmerinnen hingegen das Nettoentgelt) anzugeben ist. Das neue Formular wird demnächst zur Verfügung gestellt.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015