DRUCKEN

Intelligentes Netzwerk gegen systematische Abgabenhinterziehung


Das 2006 gegründete „Netzwerk gegen Schwarzarbeit“ hat sich zum Ziel gesetzt, dem systematischen Missbrauch des österreichischen Sozialsystems einen Riegel vorzuschieben. Teilnehmer am Netzwerk gegen Schwarzarbeit sind die OÖ Gebietskrankenkasse, die Finanzlandesdirektion OÖ, die KIAB (Kontrolle der illegalen Arbeitnehmerbeschäftigung), die BUAK (Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse), das Land OÖ Abteilung Gewerbe, die Wirtschaftskammer OÖ, die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und die Arbeiterkammer.

Mit der Einbindung des Arbeitsinspektorates Linz wurde das Netzwerk heuer um einen wichtigen Kooperationspartner erweitert. Das „Netzwerk gegen Schwarzarbeit“ kooperiert aber auch mit anderen Institutionen, wie der Bundespolizei oder den Bezirksverwaltungsbehörden. Diese innovative und intelligente Form der Zusammenarbeit ermöglicht es, dem Sozialbetrug in geeigneter Form entgegenzutreten.

Gemeinsam erfolgreich gegen Schwarzarbeit

Zentrale Aspekte des Netzwerkes sind der Informationsaustausch und die wechselseitige Unterstützung bei der Klärung von Betrugsfällen. Zudem soll die Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeit zur Bekämpfung von Schwarzarbeit zwischen den beteiligten Behörden und Institutionen weiter vertieft und ausgebaut werden. Vornehmlich geht es aber darum, der organisierte Schwarzarbeit Einhalt zu gebieten und die damit nicht entrichteten Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge einzufordern. Seit Bestehen des Netzwerkes konnten bereits mehrere Tausend Anzeigen bearbeitet und eine Höhe Summe an Beiträgen eingefordert werden. Allen „Schwarzarbeitsfällen“ wird systematisch nachgegangen, unter schwarzarbeit@ooegkk.at können Verdachtsfälle auf Schwarzarbeit auch anonym gemeldet werden.

Prävention vor Sanktion
Durch die Schaffung von Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten kann so Wettbewerbsverzerrungen und den negativen Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und soziale Absicherung entgegengewirkt werden. Grundgedanke bleibt jedoch Prävention vor Sanktion.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015